Naturkundliche Vereinigung Langenhagen e.V.
Naturschutzwoche für Kinder in der ehemaligen Sandgrube Engelbostel - ein Ökosystem der Region, Entstehung und Erhaltung für den Naturschutz

Ein lehrreicher Schulausflug mit der NVL im Ökosystem Sandgrube Engelbostel.
In Kooperation mit dem BioLAB der IGS Mühlenberg und gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung.
Am 14. November hatte die NVL wieder einen Einsatz in der Sandgrube Engelbostel. Zusammen mit vielen fleißigen Helfern, wurde in der Sandgrube praktischer Naturschutz betrieben. An dem Pflegeeinsatz zum Erhalt dieses Ökosystems waren dieses Jahr wieder Schüler der IGS Langenhagen, der IGS List und der IGS Mühlenberg beteiligt. Vielen Dank für eure Hilfe! Zusammen mit den Schülern von Herrn Hans Christoph Greeske (IGS Langenhagen), Hans-Jürgen Ratsch (IGS List) und Matthias Grützmacher (IGS Mühlenberg) hat die NVL an diesem Wochenende einiges bewegt. Es wurden umgestürzte Bäume beseitigt, die Teiche frei gelegt und man ist wieder gegen die Überwucherung von offenen Sandflächen durch kanadische Goldrute und Brombeeren vorgegangen. Das Holz der umgestürzten Bäume wird die Schülerfirma Imkerei zum Drechseln verwenden. An dieser Stelle auch vielen Dank an die Helfer der Schülerfirma Imkerei der IGS List. Unter der Anleitung von Dr. Klaus-Peter Burgath wurde die Eiche am Steilhang ein wenig entastet, nun fällt wieder mehr Licht in die Sandgrube. Licht als abiotischer Umweltfaktor ist sehr wichtig, genauso wichtig ist aber auch der Boden für das Ökosystem. Um Informationen darüber zu bekommen, müssen Bodenproben genommen und analysiert werden. Dr. Burgath erläuterte den Schülern die Abfolge der verschiedenen Bodenschichten und wird mit ihnen in der Schule im Rahmen der Nachbereitung der Exkursion ein Bodenprofil erstellen.
Arbeitseinsatz Sandgrube

Dr. Klaus-Peter Burgath erläutert Schülern die Abfolge von Bodenschichten
                                                  Foto: H.-J. Ratsch


Henning Eichelkraut (komm. Abteilungsleiter Biotopmanagement der NVL), der gemeinsam mit Herrn H.-J. Ratsch die Leitung des diesjährigen Pflegeeinsatzes übernommen hat, sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt. Die NVL ist mit dem Einsatz und der gesamten Entwicklung des Ökosystems Sandgrube sehr zufrieden. „Das Schutzgebiet hat sich prächtig entwickelt und ist auf einem guten Weg, wir können das Ökosystem immer mehr sich selbst überlassen“ so Herr Eichelkraut.

Herr Ratsch hat die beteiligten Schüler durch das Schutzgebiet geführt. Auf der Tour durch das Gebiet haben die Schüler einiges über die Pflanzen, die Tiere und den Boden des Ökosystems Sandgrube gelernt. Den Kindern wurden die Baumarten, die als erste auf sandigem Boden Fuß fassen (Primärbesiedlung) erklärt. Zu diesen Arten gehören Sandbirke, Espe, Saalweide und die Rubine. Auf die Unterschiede von heimischen Wildkräutern und Pflanzen, die aus Gartenabfällen stammen (z.B. die panaschierte Goldnessel) wurden die Kinder ebenfalls aufmerksam gemacht.
Zwergmaus

Europäische Zwergmaus (Micromys minutus) mit Nest                                     Foto: H.-J. Ratsch


Am interessantesten fanden die kleinen Naturliebhaber aber die Tiere der Sandgrube. Die heimische Tierwelt hat nicht nur für die Kinder eine besondere Bedeutung, sondern spielt auch für das Ökosystem eine wichtige Rolle. Zu den Bewohnern des Schutzgebietes zählen der Feldhase und andere kleine Säugetiere, wie die Zwergmaus. Auf der Tour haben die Schüler fünf Nester der Zwergmaus gefunden und sie im BioLAB der IGS Mühlenberg sichergestellt. Einige Reptilien und Amphibien zählen ebenfalls zu den Bewohnern der Sandgrube.

Der diesjährige Pflegeeinsatz für das Schutzgebiet Sandgrube Engelbostel war also nicht nur für den Erhalt des Ökosystems ein voller Erfolg, sondern auch ein lehrreicher Tag für viele Naturliebhaber, egal ob groß oder klein. Abgerundet wurde er durch die kulinarischen Genüsse, die die Eltern der Forscherklasse 7f unter Federführung von Frau Schepp, Herrn Rentrop, Herrn Dittmar und Herrn Maaser vorbereitet hatten.

Nach der Stärkung mit leckeren Speisen und Kinderpunsch ging es in das wohlverdiente Restwochenende.

Text: Hendrik Fuge, Pressereferent der NVL
        Hans-Jürgen Ratsch, NVL und FBL Naturwissenschaften der IGS List
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Aus der Frühzeit der Eisenerz-Verhüttung im Wietzetal - die NVL experimentiert mit einem selbstgebauten Rennofen
Fauchend steigt das heiße Gas-Dampf-Gemisch im glockenförmigen Kamin auf. Nach dem Austritt formt sich eine beeindruckende weiße Wolke, die sich schnell verflüchtigt.
Das Gemisch wird in einer wärmeisolierten Kammer an der Basis des Kamins freigesetzt. In dieser Kammer werden unter Einsatz von glühender Kohle und Zufuhr von Sauerstoff mittels Blasebalg Temperaturen von über 1000 °C erreicht. Die Kammer ist das Herzstück eines „Rennofens“ der das Aufschliessen oxidischer Eisenerze und die Extraktion von metallischem Eisen ermöglicht. Die mitanfallenden Verunreinigungen des Erzes fließen als „Rennschlacken“ an der Basis der Schmelzkammer ab.
Rennöfen wurden nach archäologischen Befunden bereits seit dem Ende des 1. Jahrtausends vor Chr. betrieben. Für die Raseneisenerz-Vorkommen des Wietzetales ist die Verhüttung bis mindestens 1400 nach Chr. belegt. Davon zeugen die ausgegrabenen ‚Waldschmieden’ bei Wieckenberg und zahlreiche Lesesteinhaufen mit Eisenerz und Schlacken im Wietzetal. Herausgefordert, die jahrtausendealte Technologie des Rennverfahrens durch eigenes Experimentieren besser zu verstehen und die Erfahrungen an Schulklassen und andere Interessenten weiter zu geben, hat die NVL in den letzten Wochen einen Rennofen entworfen und auf dem Gelände des Wasserturms im Eichenpark aufgestellt. Nach dem Aufbau und einer einwöchigen Aushärtung eines Lehm-Mantels wurde der Ofen zunächst nur mit Holzkohle beschickt und mehrere Stunden vorgeheizt. Nach der Abkühlung wurden abwechselnd kleingehacktes Erz und Holzkohle in die Kammer eingefüllt und unter Sauerstoffzufuhr zum Glühen gebracht. Nach kurzer Zeit verlief der Verhüttungsprozess eigendynamisch und war nach 5 Stunden abgeschlossen.

Mit großer Spannung und Erwartung wurde die Ofenkammer am folgenden Tag geöffnet. Das Fehlen großer Eisenklumpen und entsprechender Mengen von Schlacke enttäuschten etwas, war aber nach der geringen eingesetzten Erzmenge und der vergleichsweise kurzen Prozessdauer (sonst werden mehrere Tage angesetzt) dieses Projektes mit Pilotcharakter kaum zu erwarten. Zahlreiche kleine gekröseförmige Schlackenreste und magnetische Körnchen, in Schatzgräberart mit einem Magneten aus dem Ofeninhalt ausgelesen, zeigen aber an, dass die erwünschte hohe Reaktionstemperatur zumindest ansatzweise erreicht wurde. Weiterhin sind aus der Untersuchung des eingesetzten Materials, sowohl für den Bau des Ofens und den behandelten Ofeninhalt (Erz, Holzkohle) nach ersten Befunden weitere interessante Erkenntnisse zu erwarten. Der selbstgebaute Ofen der NVL ist bereits bei der Konstruktion für eine mehrfache Verwendung angelegt worden, im Unterschied zu vielen anderen Rennöfen, die nach einmaliger Benutzung zerstört werden müssen. Das spannende Experiment soll deshalb mit den Erfahrungen des Pilotprojektes noch einmal am 28. August durchgeführt werden.



Blick ins Innere des Ofens beim Aufheizen mit reiner Buchenholz-
kohle.
Foto: Karsten Nikolai


Ins Innere des Ofens gerichtetes Blasrohr zur Erhöhung der Sauer-
stoffzufuhr.
Foto: NVL
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Einfach schön! - Waldkauz Nachwuchs aus dem NiL
von Ricky Stankewitz
Die Waldkäuze vom Wasserturm / NiL haben es auch in diesem Jahr geschafft vier Küken ins Ästling-Stadium zu bringen.

Nachts sind die Tiere durch laute Bettelrufe zu hören und schlafen tagsüber auf den Nadelbäumen im Umfeld des Wasserturms.

Waldkäuze im Ästlings-Stadium sind noch nicht voll flugfähig, können aber schon kurze Strecken flatternd überwinden. Dabei kommt es gelegentlich vor, dass die tollpatschigen Jungvögel einen angepeilten Ast verfehlen und der Flugversuch auf dem Boden endet. Auch am Boden werden die jungen Waldkäuze weiter von den Altvögeln versorgt, so dass keine menschliche Unterstützung notwendig ist. Am Boden sitzende Waldkauzjungvögel auf keinen Fall versuchen anzufassen. Wenn die Altvögel eine Bedrohung für ihren Nachwuchs wahrnehmen, werden sie Diesen durch Angriffe verteidigen, wobei es auch zu Verletzungen kommen kann.

Am Ostermontag konnte ich drei der Ästlinge mittags beim Kuscheln beobachten. Am Abend wollte ich noch mal Fotos durch das Spektiv machen und habe dabei auch den vierten Ästling gefunden. Leider waren sie nicht bereit alle für ein Gruppenfoto zu posieren. Einer der Altvögel hat am Stamm geschlafen und immer ein wachsames Auge auf die Jungvögel gehabt.

Viel Freude beim Betrachten der Bilder!

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Gebt der Natur eine Chance – sie wird sie nutzen!
Großartiger Erfolg der Naturschutzarbeit in der St. Paulusgemeinde in Langenhagen
Am 08.04.2015 hatte der Kirchenvorstand der St. Paulus Gemeinde unter Federführung der Kirchenvorstände Isabel Wagemann-Steidel und Ralf Mielke zum „Frühjahrsputz“ des Außengeländes eingeladen und viele fleißige Helfer kamen.

Seit Jahren werden die Freiflächen unter ökologischen Gesichtspunkten gepflegt und viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten haben hier – mitten in unserer Stadt – eine Heimat gefunden.

Gemeinsam mit der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen e.V. (NVL) wurden Heckenstrukturen und Staudenbeete angelegt, Wildbienenhotels und Nistkästen angebracht und Überwinterungsquartiere für Igel, Spitzmäuse und Erdkröten geschaffen.

Die für die Pflanzen notwendigen Nährstoffe werden in einer Kompostieranlage hergestellt. In diesen Kompostern tauchten beim Arbeitseinsatz außergewöhnliche „Überraschungsgäste“ auf. Zahlreiche Nashornkäfer, deren Larven bereits 2014 gefunden worden waren, kamen beim Umsetzen des Komposts zum Vorschein. Diese inzwischen sehr selten gewordenen Insekten scheinen sich auf dem St. Paulus Gelände sehr wohl zu fühlen.
Nashornkäferweibchen

Nashornkäfer Weibchen (Oryctes nasicornis) legen ihre Eier gern in Komposthaufen ab.
Foto: R. Mielke

Darüber hinaus konnten die Mitarbeiter viele „Gehörnte Mauerbienen“ (Osmia cornuta) an der Wildbienenwand am Glockenturm beobachten, die vor fünf Jahren in Kooperation mit der NVL dort angebracht worden ist.

Spontan erklärten sich zwei Kinder, die eigentlich mit ihrer Großmutter zum Spielen auf das St. Paulus Gelände gekommen waren, bereit, die Wildbienenwand mit hohlen Pflanzenstengeln zu bestücken, um diesen wunderschönen Wildbienen weiteren Brutraum zu schaffen.

Der Arbeitseinsatz hat wieder einmal gezeigt, dass sich ehrenamtliches Engagement für mehr Natur in unserer Stadt lohnt und das die St. Paulus Gemeinde die Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“, die ihr 2010 vom Vorsitzenden des NABU Langenhagen, Ricky Stankewitz verliehen worden ist, im Sinne der Nachhaltigkeit verdient hat.

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Jahreshauptversammlung der NVL
Neue Besetzung im Vorstand
Die Naturkundliche Vereinigung Langenhagen e.V. (NVL) traf sich am Mittwoch, den 11.03. zur Jahreshauptversammlung im Wasserturm im Eichenpark Langenhagen. Hier ist der Verein seit 2 Jahren »zuhause«.
Der erste Vorsitzende Hans-Jürgen Ratsch konnte 37 stimmberechtigte Mitglieder zu der Versammlung begrüßen.

In der Tagesordnung wurden im Bericht des 1. Vorsitzenden zunächst Ereignisse des letzten Jahres angesprochen. Es wurden die verschiedenen Vorträge zum Thema Natur sowie viele Exkursionen und Aktionen des letzten Jahres an Hand von Bildern noch einmal in Erinnerung gerufen. Die Exkursionen im letzten Jahr umfassten Ausflüge in das Museum für Kali- und Salzbergbau und zur Fischerhütte in Otternhagen sowie eine ornithologische Wanderung im Eichenpark.

Weiterhin gab es zahlreiche Naturschutzeinsätze in Engelbostel, dem Bissendorfer Moor und auf dem Imkergelände. Events in Kooperation mit verschiedenen Schulen aus der Region und dem BioLAB waren ebenfalls im Programm 2014 enthalten. Gemeinsam hat man sich bei den Treffen für die Natur eingesetzt.

Die Vortragsreihen, Exkursionen und die Außeneinsätze werden im Jahr 2015 weitergeführt. Interessierte sind hiermit herzlich eingeladen an den Veranstaltungen teilzunehmen.

Bei der Besetzung der Ämter haben sich auf der Jahreshauptversammlung einige Änderungen ergeben. Dr. Klaus-Peter Burgath hat die Betreuung des Schutzgebietes »Sandgrube Engelbostel« an Henning Eichelkraut weitergegeben. Die NVL bedankte sich sehr bei Dr. Burgath und seiner Frau für ihren Einsatz und das herausragende Engagement.

Der erste Vorsitzende verabschiedet Regina und Werner Kirschning

Hans-Jürgen Ratsch verabschiedet Regina und Werner Kirschning aus ihren Ämtern als Kassenwartin und 2. Vorsitzender.
Besonderer Dank wurde dem Ehepaar Kirschning ausgesprochen, da sie sich seit 33 Jahren für die Vereinigung eingesetzt haben. Werner Kirschning bekleidete 28 Jahre das Amt des 2. Vorsitzenden. Regina Kirschning war 29 Jahre als Kassenwartin des Vereins tätig. Die NVL verabschiedete Regina und Werner Kirschning aus den Vorstandsämtern mit einem Präsentkorb mit Frühlingsblumen und Leckereien der Schülerfirma »Imkerei der IGS List«.

Kurt Kritten wird künftig das Amt des 2. Vorsitzenden übernehmen und Ursula Koch das Amt der Kassenwartin. Hans-Jürgen Ratsch wurde für das Amt des 1. Vorsitzenden wiedergewählt und führt es gern weiterhin fort.

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Wir haben heute wieder »ein bißchen die Welt gerettet«!
Schüler pflanzen Rotbuchen im Fuhrberger Forst
Im Rahmen des Projekts »plant for the planet«, das die NVL seit vielen Jahren unterstützt, wurden gemeinsam mit der IGS List und der IGS Mühlenberg - unter Leitung von Matthias Grützmacher mit seinem BioLAB - 3200 Rotbuchen im Fuhrberger Forst gepflanzt, um den vorhandenen Nadelwald in einen Mischwald umzubauen und damit die Trinkwasserqualität für die Region Hannover zu verbessern. Die IGS Mühlenberg war mit zwei Klassen im Einsatz, die IGS List ebenfalls mit den Forscherklassen 5f (Leitung: Frederike Mahnke) und 6f (Leitung: Hans-Jürgen Ratsch). Durch die tatkräftige Unterstützung bei der Betreuung der Schülergruppen durch Johan Linnenbrink (FÖJ - IGS List) , die Unterrichtshelfer Tino und Norina Sin Too und Dr. Klaus-Peter Burgath (Abteilungsleiter Geowissenschaften der NVL), sowie Hennig Eichelkraut (NVL) konnten ca. 120 Schüler lernen, wie Bäume gepflanzt werden, warum ein Waldumbau notwendig ist und welche Auswirkungen ein funktionierendes Waldökosystem auf unser Trinkwasser hat.

Der erste Vorsitzende verabschiedet Regina und Werner Kirschning

Vincent Keichel (5f) und Julius Jung (6f) bessern in Handarbeit ein Pflanzloch nach - toller Einsatz!!!!
Gemeinsam mit »enercity« und dem verantwortlichen Team um den Förster Herrn Schröder konnte dieses Projekt, das wir vor nunmehr 8 Jahren begonnen haben, erneut in die Tat umgesetzt werden.

Allen Beteiligten an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön.
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Seltenheit im Schutzgebiet Sandgrube Engelbostel entdeckt
In der Sandgrube in Engelbostel gelang Mitgliedern der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen ein bemerkenswerter Fund. In einem Hochstaudenpulk von Goldrute, Lichtnelke, Brennnesseln und Gräsern kunstvoll eingeflochten hing das kugelige Grasnest einer Zwergmaus, mit dem typischen winzigen Einschlupf an der Seite und nicht größer als ein Tennisball. Die NVL ist hocherfreut über diesen Zuwanderer. In ihrem abwechslungsreichen Biotop, ist die Zwergmaus doch der kleinste europäische Nager und so heimlich, dass man viel Geduld bei der Beobachtung aufbringen muss. Aber man muss sie nicht unbedingt sehen, denn auch ein Nestfund ist ein untrüglicher Nachweis.

Die 6 cm lange Zwergmaus – noch einmal so lang ist der Schwanz – würde in ein Teelicht passen. Sie lebt von Samen und Früchten der Gräser und Kräuter und von Insekten. Trotz ihrer Kleinheit (oder gerade deswegen) ist sie sehr reproduktiv. Drei- bis viermal im Jahr kommen im mit Rohrkolbenflusen und Weidenkätzchen-wolle ausgepolsterten Nest 4 bis 8 nackte, blinde Mäuschen zur Welt.

Eine Besonderheit unterscheidet Zwergmäuse von allen übrigen Arten ihrer großen Nagerfamilie: Ein Greifschwanz, den sie um Halme und Stängel wickeln und bei den akrobatischen Kletteraktionen im Halmgewirr zusätzlichen Halt verleiht. In vielen Tierbüchern werden sie als besonders possierlich, anmutig und liebenswert beschrieben.

Das alte Nest konnte ohne Bedenken herausgeschnitten werden, denn es wird nie mehr benutzt.
Es wird seinen Platz finden bei den Ausstellungsobjekten der NVL im Wasserturm.
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