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Naturkundliches Wochenende
Exkursion: Tief im Westen – Bergbau, Natur und Landschaftswandel im nördlichen Ruhrgebiet |
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Tagebau Bergheim im April 2008.
Der Absetzer übernimmt die Verfüllung des sich in Rekultivierung befindlichen Tage-
baus. Quelle: Wikipedia
Thomas Kaba erklärt Themen seiner Bachelorarbeit an ver-
schiedenen Standorten hin-
sichtlich Geologie, Bodenkunde, Botanik, Ökologie und Ge-
schichte in dieser renaturierten Industrielandschaft.
Leitung: Thomas Kaba, NVL
Es sind noch Plätze frei!
Die Anreise erfolgt mit Fahrgemeinschaften im PKW ab Langenhagen.
Die Kosten für ein Doppelzimmer im Hotel "Mitten im Pott" inklusive Frühstück belaufen sich auf 60,- Euro. Weitere Informationen zur Übernachtung auf: www.mitten-im-pott.de/index.html.
Auf Anfrage gewährt Thomas Kaba allen Teilnehmern Einsicht in seine Bachelorarbeit, die auch als Exkursionsskript dienen soll.
Anmeldung bis zur Jahreshauptversammlung am 13.03. , allerspätestens aber bis Freitag, den 15.03. bei Thomas Kaba, Tel. 0170 / 1072285
oder per e-Mail: kaba.thomas@gmail.com |
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Die Evolution des Menschen - ein hoch spannendes Thema
Erfahrungen der NVL bei einer „Fortbildung” im Landesmuseum Hannover |
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Workshop-Teilnehmer beim Vergleichen und
Einordnen verschiedener Schädel
in die Ent-
wicklungsreihe der Hominiden.
Ein göttlicher Schöpfungsakt oder die von den englischen Forschern Alfred Russell Wallace und Charles Darwin im 19. Jahrhundert entwickelte Theorie der natürlichen Evolution durch zufallsgesteu-
erte Selektion - diese konträren Standpunkte prägen je nach Geisteshaltung bis heute unsere Vorstellungen über die Entstehung des Lebens auf der Erde. Moderne Forschungsergebnisse bestätigen die Entwicklung der Vielfalt der Lebewesen einschließlich des Menschen in einem kontinuierlichen Evolutionsprozess. Zur Information über die Herkunft und Entwicklung des Menschen hat die Naturkundliche Vereinigung (NVL) zu einem Besuch der neu gestalteten Ausstellung zu diesem Thema und einen Workshop am Sonnabend (26.1.2013) im Landesmuseum Hannover eingeladen. Für die fachlichen Erläuterungen und die Gestaltung des Workshops konnte Frau Gesterding als kompetente Fachkraft des Museums gewonnen werden.
Nach derzeitigem Kenntnisstand gehören die Menschen und die heute lebenden Menschenaffen zoologisch zur Ordnung der Primaten (‚Herrentiere’), die bereits vor 65 Millionen Jahren auftraten und heute noch u. a. durch das in südostasiatischen Urwäldern herumkletternde Spitzhörnchen und großäugige Halbaffen in Madagaskar repräsentiert sind. Es wird angenommen, dass sich ein noch gemeinsamer Stamm von Vormensch und Menschenaffen vor etwa 30 Millionen Jahren abgespalten und weiterentwickelt hat. Die Trennung der frühesten Menschen von den Menschenaffen wird mit 9 bis 7 Millionen Jahren im Gebiet des großen Grabenbruchs in Ostafrika angesetzt. Als erste echte Frühmenschengruppe lebten dann am Ende des Tertiärs vor etwa 4 Millionen Jahren die kleinwüchsigen, erstmals aufrecht gehenden Australopithecinen. Mit Beginn des Quartärs, vor 2.3 bis 1.5 Millionen Jahren, folgte die Gruppe des Homo habilis, der erstmals primitive Steinwerkzeuge (‚pebble tools’) eingesetzt hat. Die nächst jüngere Entwicklung vor 1.8 bis 0.5 Millionen Jahren war Homo erectus, dem auch die berühmten Speere aus dem Braunkohlenlager Schönigen in Niedersachsen zuzuordnen sind. Aus ihm gingen schließlich die Linien des Neandertalers (vor 27 000 Jahren erloschen) und die Linie des Jetztmenschen Homo sapiens hervor. In der Zeit des Homo erectus, vor etwa 2 Millionen Jahren, hat vermutlich die erste Wanderbewegung aus Afrika nach Asien und Europa eingesetzt, belegt durch Schädelfunde in Südostasien und China und den Unterkiefer-Fund von Mauer bei Heidelberg.
Nach dem Ausstellungs-Rundgang konnte man sich in einem Workshop als Zoologe und Anthropologe betätigen und anhand von Bildmaterial und plastischen Objekten die Unterschiede zwischen Menschen und Menschenaffen erforschen. Gefragt waren die Erkennungsmerkmale von Primaten, die entwicklungsgeschichtliche Reihenfolge und Merkmalskriterien verschiedener Hominidenschädel, die Erkennung der unterschiedlichen Entwicklung von Händen und Füßen bei Menschen und Menschenaffen und die Unterschiede der Skelettentwicklung von Mensch und Menschenaffe.
Lebhafte Diskussionen und zahlreiche Fragen während des Rundgangs und im Workshop, z.B. zu Fontanellen und den ausgeprägten Knochenkämmen der frühen Hominiden oder zum Verschwinden des Felles in der Hominiden-Entwicklung, zeigten das große Interesse der Teilnehmer an der Evolution des Menschen, aber auch, welche großen Lücken trotz einer wachsenden Zahl von menschlichen Fossilfunden, noch immer in der Kenntnis der frühen Menschheitsentwicklung bestehen. Der spannende Nachmittag wurde mit einem Besuch im neu eingerichteten Café des Landesmuseums abgeschlossen. |
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Gelungener Rundgang
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Hans-Christoph Greeske erklärt den Teil-
nehmern Einzelheiten über das Weiherfeld
Ein Rundgang durch das Weiherfeld? Lohnt sich das? Und ob!
Die erste Veranstaltung im neuen Halbjahresprogramm der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL) ist traditionsgemäß ein Spaziergang in der näheren oder weiteren Umgebung. In diesem Jahr fiel die Entscheidung auf das Weiherfeld.
Hans-Christoph Greeske, ortsansässiges Mitglied der NVL, hatte die Leitung übernommen und begrüßte 33 Teilnehmer am Treffpunkt, darunter zahlreiche Anwohner des Baugebietes, die durch Hinweise und Informationen zusätzlich Wissenswertes beisteuerten.
Gemäß dem Motto der NVL, vielseitig zu informieren, hatte Hans-Christoph Greeske gründlich recherchiert und erklärte an verschiedenen Haltepunkten das Baukonzept des größten Neubaugebietes der Region Hannover, das Rigolensystem zur Regenwasserversickerung, den Fernwärmeanschluß, ökologische und verkehrstechnische Aspekte, gelungene und weniger gelungene Maßnahmen. Als einer der ersten Zugezogenen erlebte er die Entwicklung des Neubaugebietes von Anfang an bis zur heutigen Einwohnerzahl von rund 8000, das sind gut 15 % der Einwohner der Stadt Langenhagen, mit. Vor allem Teilnehmer aus dem südlichen Langenhagen staunten über den neuen Stadtteil, seine Entwicklung und seine Angebote.
Als Naturfreund hatte er auch Informationen zur Tierwelt bereit: Auf Bürgerwiese und dem anschließenden Nasswiesenbiotop beobachtet man inzwischen den Graureiher, Rehe auf den Flächen am Rodelberg ebenso wie Rebhühner, die leider immer wieder vor nicht angeleinten Hunden flüchten müssen, und im Gebüsch an Bahndamm und teilrenaturiertem Mühlengraben kann man den so selten gewordenen Nachtigallen lauschen. Die Zahl der bei vielen Mitmenschen beliebten Mehlschwalben, die in den ersten Jahren der Bautätigkeit günstige Nestbau- und Brutbedingungen vorgefunden und sich deshalb vermehrt hatten, ist leider wieder stark zurückgegangen.
Mitglieder der NVL sind wettererprobt, doch nach zwei Stunden im Freien bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt waren alle froh, wieder ins Warme zu kommen. Ehepaar Greeske hatte im Gemeindesaal der Matthias-Claudius-Kirche eine einladende Kaffeetafel vorbereitet und bei dem von den Mitgliedern mitgebrachten Kuchen und heißen Getränken wurden die kalten Füße und klammen Hände schnell wieder warm.
Fazit: Es bildet nicht nur das Reisen in fremde Länder, sondern auch ein geführter Rundgang durch die eigene Stadt. |
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Seltenheit beim Herbstputz im Schutzgebiet Sandgrube Engelbostel entdeckt
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Beim diesjährigen Herbstputz in der vereinseigenen Sandgrube in Engelbostel gelang Mitgliedern der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen ein bemerkenswerter Fund.
In einem Hochstaudenpulk von Goldrute, Lichtnelke, Brennnesseln und Gräsern kunstvoll eingeflochten hing das kugelige Grasnest einer Zwergmaus, mit dem typischen winzigen Einschlupf an der Seite und nicht größer als ein Tennisball.
Die NVL ist hocherfreut über diesen Zuwanderer in ihrem abwechslungsreichen Biotop, ist die Zwergmaus doch der kleinste europäische Nager und so heimlich, dass man viel Geduld bei der Beobachtung aufbringen muss. Aber man muss sie nicht unbedingt sehen, denn auch ein Nestfund ist ein untrüglicher Nachweis.
Die 6 cm lange Zwergmaus – noch einmal so lang ist der Schwanz – würde in ein Teelicht passen. Sie lebt von Samen und Früchten der Gräser und Kräuter und von Insekten. Trotz ihrer Kleinheit (oder gerade deswegen) ist sie sehr reproduktiv. Drei- bis viermal im Jahr kommen im mit Rohrkolbenflusen und Weidenkätzchen-wolle ausgepolsterten Nest 4 bis 8 nackte, blinde Mäuschen zur Welt.
Eine Besonderheit unterscheidet Zwergmäuse von allen übrigen Arten ihrer großen Nagerfamilie: Ein Greifschwanz, den sie um Halme und Stängel wickeln und bei den akrobatischen Kletteraktionen im Halmgewirr zusätzlichen Halt verleiht. In vielen Tierbüchern, so auch bei Brehm, werden sie als besonders possierlich, anmutig und liebenswert beschrieben.
Weil das Tierchen um diese Jahreszeit im Herbst schon sein Winterquartier aufgesucht hat unter Baumstubben oder Reisighaufen, konnte das alte Nest ohne Bedenken herausgeschnitten werden, denn es wird nie mehr benutzt.
Es wird seinen Platz finden bei den Ausstellungsobjekten der NVL im Wasserturm.
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Faszinierende Steinwelt im Park der Sinne in Laatzen - ein Rundgang der NVL am 13.10.2012
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Im Park der Sinne (ehemals EXPO-Projekt), einem naturnah gestalteten Landschaftsgarten ist auch eine für Hannover einzigartige Naturstein-Sammlung integriert. Zahlreiche großformatige Gesteinsblöcke aus deutschen Natursteinvorkommen sind als dekorative Einzelelemente oder Kleingruppen im Park verteilt, um die Sinneswelt der Besucher zu aktivieren (Klang, Wärme-Eindruck, Farbe, Oberflächenstruktur, Formenvielfalt). Tiefergehende Fragen nach der Entstehung, nach Verwandschaftsbeziehungen oder nach dem stofflichen Inhalt der Steine treten zurück und lassen sich aus ihrer eher zufälligen Verteilung, Aufstellung und Gruppierung auch nicht erschliessen.
Bei einem Rundgang der NVL gemeinsam mit interessierten Park-Mitarbeitern aus Laatzen standen die o.a. Fragen im Mittelpunkt. Ausgehend vom Südeingang des Parks wurde zunächst die grundsätzliche Einteilung der Gesteine in die drei Großgruppen Magmatite (Eruptivgesteine), Sedimente (Absatzgesteine) und Metamorphite (Umwandlungsgesteine) erläutert.
Die Eigenheiten von Magmatiten, Sedimenten und Metamorphiten wurden an drei typischen Objekten demonstriert, die im Südteil des Parks der Sinne aufgestellt sind: eine sechseckige Basalt-Säule aus Hessen (oberflächennahe Abkühlungsform glutflüssiger Lavaströme) ein aus Meeresströmungen abgesetzter Kalk („Quaderkalk“ ) aus dem schwäbischen Muschelkalkmeer und ein Sericitgneis aus dem Taunus, entstanden durch Metamorphose eines Rhyoliths (helles vulkanisches Eruptivgestein). Gleichartige oder ähnliche Gesteine werden immer wieder beim Rundgang angetroffen. Drei herausfallende Einzelobjekte, nahe beieinander positioniert am Weg vom Info-Zentrum zum Nordausgang des Parks sollen aber besonders genannt werden: der „Ettringer Tuff“ (ein lockeres vulkanisches Auswurfmaterial phonolithischer Zusammensetzung), der „Theumaer Fruchtschiefer“ (entstanden durch Metamorphose eines Tongesteins am Kontakt mit einem eindringenden Granitmagma) und der „Travertin von Langensalza“ (bevorzugt auf Pflanzenresten abgesetzte Calcit-Abscheidungen aus kalkreichem Quellwasser).
In einem neu aufgestellten ‚Steinkreis’ am Nordeingang des Parks sind alle wichtigen Gesteine Südniedersachsens in ihrer Altersreihenfolge aufgestellt. Es fehlen aber das älteste Gestein Niedersachsens (der präkambrische Eckergneis im Oberharz) und die häufigen Hornfelse (durch die Oberharzer Granite kontaktmetamorph veränderte Grauwacken). Auch das vielleicht berühmteste, weltweit namengebende magmatische Gestein Niedersachsens, der Harzburgit ist nicht vertreten.
Letztes Objekt des Rundgangs waren die eiszeitlichen Findlinge nahe dem Südeingang des Parks. Sie sind den Magmatiten (Granit) und metamorphen Kristallingesteinen zuzuordnen (Gneise, Kieselschiefer). An anpolierten Flächen lassen sich besonders gut die Unterschiede und Übergänge zwischen Gneis und Granit demonstrieren.
Nach dem Rundgang bei herrlichem Wetter wurde zum Ausklang die gemütliche Cafeteria des Parks angesteuert. Die lebhaften Diskussionen während des Rundgangs und beim abschließenden Zusammensitzen zeigte, dass Gesteine offenbar doch keine langweilige ‚tote’ Materie sind. |
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Forscherklasse 9c der IGS List findet Moorleiche
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Junge Naturschützer engagieren sich für den Erhalt des Bissen-
dorfer Moores
Am Dienstag den 17.1.2012 ging die Forscherklasse 9c der IGS List zum 5-ten mal gemeinsam mit der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen e.V. ins Bissendorfer Moor.
Tatkräftig mit geholfen haben Herr Ratsch, Frau Dr. Hoppe, Herr Kritten, Frau Donath, Herr und Frau Dronja, Frau und Herr Dr.Burgath, Frau Jakob, Herr Luhnau und von der IGS Mühlenberg Tomke Hausdorf und Herr Grützmacher, mit dem BIO-Lab.
Mit Bus, Bahn und Auto war das Moor schnell zu erreichen.
Als erstes wurden alle in verschiedene Arbeitsgruppen eingeteilt.
Gut ausgerüstet und motiviert gingen alle an die Arbeit. Die Arbeit bestand darin, Moorbirken (Betula pubescens) und Moorkiefern (Pinus sylvestris) zu entkusseln.
Herr Grützmacher und Tomke hatten bereits ein Zelt mit Mikroskopen und anderen Untersuchungsgeräten aufgebaut (BIO-Lab). Wir nahmen unter der Leitung von Herrn Dr. Burgath Bodenproben mit einem Boden-PH Meter und untersuchten diese auf ihren PH-Wert und weitere chemische Eigenschaften.
Mit dem Pirckhauer wurden die verschiedenen Erdschichten heraufgeholt und zu Bodenprofilen zusammengestellt. Diese wurden von uns aufgeklebt, um sie in der Schule weiter bearbeiten und auswerten zu können.
Im Zelt wurden verschiedene Torfmoose aufgeschnitten und auf ihren Wassergehalt untersucht.
Die Gruppen wechselten jede Stunde durch. So hatte jeder die Chance einen Einblick in jede Arbeitsgruppe zu bekommen.
Um 13.00 gab es dann eine Mittagspause.
Dann ging es wieder an die Arbeit.
Aufregend war der Fund einer Moorleiche, den Leonie stolz präsentierte. Der Wildschweinschädel war Anlass für wilde Spekulationen und wird genauere Untersuchungen zur Folge haben. Ein Termin mit dem Landwirt und Jäger Herrn Fritz Engelke ist bereits abgesprochen, um Hintergrundinformationen zu recherchieren.
Ab 15:30 wurde alles wieder abgebaut und in die vielen Kästen des BIO-Labs ordentlich verstaut.
So ging ein erfolgreicher Arbeitstag vorüber.
Bericht: Leonie-Sophie Plate, Buket Abdulhayoglu
Fotos: NVL |
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